Fort Santiago

Fort Santiago

Die Festung Fuerza de Santiago, oder auch Fort Santiago genannt, wurde für den spanischen Eroberer Miguel Lopez de Legazpi errichtet. Die Festung gehört zum Intramuros Viertel im philippinischen Manila.

Der Palast von Manilas Häuptling Rajah Sulayman stand einst auf diesem Platz. Nach vielen sehr blutigen Schlachten zwischen den Spaniern und den muslimischen Bewohnern der Stadt, wurde der Palast 1570 von spanischen Conquistadoren (= Eroberern) zerstört. Die Festung wurde nach dem Sieg der Spanier im Jahr 1571 auf den Trümmern des Palastes erbaut.

Ein Erdwall stellte die ursprüngliche Festung dar. Der Großteil davon wurde im Chinesisch-Spanischen Krieg von 1574 bis 1575 zerstört. Chinesische Piraten unter dem Kommando von Limahong belagerten die Festung bevor sie einen großen Teil zerstörten. Es kam abermals zu einem blutigen Konflikt zwischen den Spaniern und den Chinesen, nach dem Sieg wurde die Festung im Jahr 1589 wieder aufgebaut, dieses Mal bestand sie aber aus Stein. Die Bauarbeiten dauerten bis ins Jahr 1592.

Es entstand ein Bauwerk, mit Mauern von acht Metern Stärke und mit einer Höhe von 22 Metern. Etwa 12 Meter misst der Eingang der Festung. Die am Fluss Pasig befindliche Festung stellte damit die wichtige Verteidigungsanlage in den Philippinen dar, die Spanien je hatte.

Schnell entwickelte sich die Festung Santiago zu einem Hauptumschlagsplatz für den Gewürzhandel zwischen Amerika und Europa, was sich für 333 Jahre nicht änderte. Manila Galeonen verkehrten regelmäßig zwischen Mexiko und Santiago.
Im Laufe des Zweiten Weltkriegs belagerten Japaner die Festung und sie wurde bei der Schlacht von Manila im Jahr 1945 abermals zum großen Teil zerstört. In den 1980 er Jahren wurde die Festung unter der Verwaltung von Intramuros wieder aufgebaut.
Die Häuser der Festung wurden sorgfältig wiederhergestellt und dienen heute der spanischen Regierung. In der Festung befinden sich auch der Plaza de Armas, wo der Schrein des Nationalhelden der Philippinen José Rizal steht und der Kerker in dem Rizal von Behörden der spanischen Regierung festgehalten wurde.